Texto original en español en mundospropios.com

Erzählung von Ricardo Gálvez

In diesem ermattenden Blau, das in die Nacht mündet, habe ich gelernt, dich zu sehen, und dich in der Luft zu spüren, die sich am Schatten entzündet, Stück für Stück. Und dass eine sterbende Sonne, die schwach auf den Steinen bricht, auch die Erinnerung ist, die wiederkehrt. Sie streift hier herum, verstrickt mich und läßt diesen Ort die Form des Heims annehmen. Die nahen Straßenbahnen explodieren in Blicken und prägen ihren eisernen Kuss in die schwarzen Schienen, während das Leben, aufgewühlt, unentschlossen, die Straße überquert, nachdem ein grünes Licht seinen Marsch anzeigt. Und du bist inmitten dieser Gesichter, immer du und die unendliche Güte der Küsse, welche die ewigen Geheimnisse zerstören. Du bist an diesem Ort, der genau wie meine Erde, eine Geschichte aus Blut hat.

Bei der Erinnerung an meinen Winter höre ich ein ständiges Jammern des Regens auf den Dächern, und vor mein Auge kehren die Visionen der Wege und Bürgersteige ohne Ziel zurück. Ich verließ das Haus. Wegen des Fehlens einer Standarte, die meinen Ruhm verkünden würde, nahm ich in meinen Händen eine Spur Staub mit, von dem, wie man ihn auf der Straße, in Camps und Gefängnissen findet. Auch ein Versprechen, welches ein Echo einer Stimme war und dein leuchtendes Antlitz auf einem zerknitterten Portrait, das ich eifersüchtig in einer mehr Taschen bewahrte. Ich hatte nicht mehr als das. Ich hatte nicht das Glück, dich jeden Nachmittag zu erwarten, um uns zusammen in dieser Vene des Asphalts zu verlieren. Und so durchlief ich meine Welt, meinen dauerhaften Winter, wo alle Häfen aus Blut waren.

Jetzt bist du dort, inmitten dieser Gesichter, die von der Arbeit heimkehren. Meine Tropen, gefangen in der Erinnerung, suchen noch nach deinen Händen, die sanft über das Antlitz gleiten. Jetzt bin ich in dir verblieben, und das macht mich größer und macht mich zu Fleisch und Knochen, das seine Angst in anderes Fleisch verläßt. Wenn die Nacht hereinkommt, kann ich in dir den Teil finden, der mir fehlt, der sich verirrt hat zwischen den Leichenhallen und den grünen Kaffeesträuchern, und den Gebeten und Tränen. Der Teil, der den Schmerz in jedem Schrei meiner Mutter oder meines Vaters atmete, als sie ihren verwundeten Lebenssaft erblickten. Der Teil, der immer noch die Höfe der Murmeln spielenden Kinder reklamiert, Orte, die sich später in Tod verwandelten. Jetzt bist du hier und ich verliere mich in deinen Lippen.

Übersetzung: Karen Gajda