Texto original en español en mundospropios.com

Erzählung und Gedicht von Ricardo Gálvez

Hast du gehört, Mama? Jemand rennt dort draußen und die Hunde bellen erschreckt, wie toll. Es regnet immer noch und man kann das Gewicht der Stiefel spüren, wenn sie die Pfützen sprengen. Sie klingen dunkel, unheilvoll und kündigen noch mehr Tod an, in diesem Fluss auf der anderen Straßenseite, nahe der Brücke. Hast du gehört?

Du nagst und rutschst aus, heftig, Wurm aus Blut und Schatten, vom Pulver und Phosphor befleckt. Du nagst und Tausende von Schreien und Gesichtern, die schon keine Gesichter mehr sind, lehnen sich hinaus, um ihr konvulsives Imperium von Schüssen an die Schläfen zu säen. Wie Male von Zigaretten, wie Steinplatten in Sälen, in denen man Autopsien abhält. Während in einem anderen Haus, auf der anderen Seite der Nacht, ein Antlitz verblutet und den Schmerz eines ganzen Lebens anhäuft, ohne zu wissen, dass ihm noch so viel Schmerz bevorsteht.

Die Nacht, ja. Schrecklich. Sie hat einen metallischen Geschmack, und das “Puff”, das aus einem niedergeschlagenen Körper entweicht, wenn er unterwegs getreten wird. Hast du es gehört? Hast du den Schrei eines Vaters gehört, der Gott um Gründe bittet? Hast du schon einmal eine Mutter so hassen und an Rache denken sehen? Es gibt nächtliche Wege, welche die Magie bewahren, immer still zu sein und vom Mondschein geküsst zu werden, während an ihren Rändern der Duft nach Blumen und Grün überläuft. Und eines Tages erscheinst du, um Beleidigungen, Klagen und Knochen zu säen. Du verlierst dich im Gewirr der Sträucher, und du beißt dir auf die Lippen, während die Kälte in deinen Händen wohnt. Du bist dort in den von Mythen bevölkerten Dörfern. Du bist genau an jenem Ort, wo der Hass dich anbellen wird, und dann gibt es keinen Ausweg.

poesie

Wie oft hörtest du
dieses Gerücht von Flügeln
über einem erschreckten Dorf,
während alles zu einem Schrei von Blut wurde,
du starbst so oft, dass es dir schon schwerfällt, es zu glauben,
wenn du sagst, dass du
dieses blutende Mädchen zwischen den Blättern siehst.

Wenn die Schatten deine Brust sich tränken lassen,
wenn es passiert,
solltest du dich mit allen Wunden
bis zum Zentrum des Klagens nähern,
und von deinem Wahn von Schrapnellen
und der Zukunft des Schießpulvers,
dich den Antlitzen anbieten, die deine Gegenwart bevölkern.

Wie oft zerbrachst du die Stille,
um Stille und Schrecken
mit Tränen von Müttern zu verschmelzen.
Wie oft,
wie viel teuflisches Lachen,
wie viele Träume schwimmen die Flüsse hinunter,
um dem Tod zu begegnen
den deine Hände halten.

Übersetzung: Karen Gajda