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Gedicht von Ricardo Gálvez

Geruch nach einfacher Erde über meinem Durst von Jahrhunderten,
über meinem gegenwärtigen Durst entfesselt sich der Regen,
die nächtlichen Vögel sind Stimmen der Vergangenheit,
die den Zauber der zeitlosen Erinnerung besitzen.

Die Blumen auf den Feldern befeuchten ihre Pinsel,
um das Leinen zu färben mit bunten Küssen,
ihre Blätter aus Seide werden die warmen Böden sein,
wo die Schmetterlinge vom Nektar träumen.

Diese göttliche Erde der grünen Weissagungen
wird morgen mir anbieten ihre Zitzen des Berges
und mein Gesang ohne Kurs wird die Zeichen finden,
dort wo die Zentauren des Traumes traben.

Das Beben des Taues nach dem Platzregen,
wird kleine Pupillen aus Sternen freisetzen
und die trockenen Stätten werden zu Liedern,
die feiern das Wunder der Ähre, die geboren wird.

Guatemala, das du umarmst meine heimlichen Spuren,
ohne zu fragen nach dem Namen all meiner Sorgen,
mein Gesang des wilden verbannten Torogoz
bittet nur um deinen Busen von Schlegeln und Cenoten.

Er bittet nur um deine grüne Glocke der Zärtlichkeit,
sich verdoppelnd durch die auf der Erde verlorenen Schritte;
lass, daß ich dir singe, Prinzessin aus Smaragd,
dass ich meine Verse gieße über deine dunkle Haut.

Übersetzung: Karen Gajda